Morocco Royale

    Reiseplanung für Marokko: die wichtigsten Reisetipps

    Die wichtigsten Marokko-Reisetipps passen auf eine Seite: Reisen Sie bevorzugt im Frühling oder Herbst, nehmen Sie einen gültigen Reisepass mit (für Urlaube von bis zu drei Monaten brauchen EU-Bürger kein Visum), tauschen Sie Dirham erst vor Ort und kleiden Sie sich in den Altstädten zurückhaltend. Für lange Strecken lohnt ein privater Fahrer. Zu jedem Thema finden Sie weiter unten den ausführlichen Ratgeber.

    Wann ist die beste Reisezeit?

    Für Rundreisen und die Wüste sind Frühling und Herbst am angenehmsten. Wer vor allem Städte oder die Küste plant, reist auch im Winter oder Sommer gut.

    ReisezeitStädte im LandesinnerenSaharaAtlantikküste
    Frühlingwarm, ideal für Medinasangenehm, Nächte kühlmild
    Sommernachmittags oft über 35 °C, bei Chergui-Wind bis etwa 41 °Csehr heiß, aktiv nur früh und spätim Schnitt 18 bis 28 °C
    Herbstwarm, ideal für Rundreisenangenehm, Nächte kühlmild
    WinterHöchstwerte in Marrakesch um 18 bis 22 °Cnachts unter nullim Schnitt 8 bis 17 °C

    Weil das islamische Mondjahr nur 354 oder 355 Tage zählt, beginnt der Ramadan jedes Jahr rund elf Tage früher. Reisen ist im Fastenmonat gut möglich. Tagsüber schließen aber viele Restaurants, und in der Öffentlichkeit sollten Sie dann weder essen noch trinken oder rauchen.

    Wer seine Reise um ein Fest herum plant, erlebt das Land von einer anderen Seite, etwa beim dreitägigen Rosenfest im Mai in Kelaat M'Gouna oder beim Gnaoua-Festival Ende Juni in Essaouira. Die genauen Termine stehen jeweils bei den Veranstaltern.

    Was müssen Sie zu Einreise, Geld und Sprache wissen?

    Mit deutschem Pass ist die Einreise unkompliziert, beim Geld gibt es Besonderheiten. Prüfen Sie beides vor der Abreise, denn Regeln können sich ändern.

    • Einreise: Für Urlaubsreisen bis zu drei Monaten brauchen Sie kein Visum, denn alle EU-Staaten sind davon befreit. Wer länger bleiben möchte, beantragt eine Verlängerung bei der Polizei. Die geforderte Restgültigkeit Ihres Passes prüfen Sie beim Auswärtigen Amt, denn die Angaben verschiedener Regierungen weichen voneinander ab.
    • Geld: Dirham bekommen Sie praktisch nur in Marokko selbst, denn die Landeswährung ist nicht frei konvertierbar. Für die Mitnahme von Dirham über die Grenze gelten enge Regeln, hohe Fremdwährungsbeträge sind anzumelden; die gültigen Schwellen veröffentlicht das Office des Changes. Bewahren Sie Wechselquittungen auf, sie erleichtern den Rücktausch.
    • Sprache: Neben den Amtssprachen Arabisch und Amazigh prägt Darija den Alltag, ein marokkanisches Arabisch, das mit Amazigh, Französisch und Spanisch durchsetzt ist. Mit Französisch kommen Sie fast überall weiter, im Norden hilft Spanisch, und Englisch hören Sie in touristischen Orten zunehmend.

    Wie kommen Sie im Land voran?

    Zwischen den großen Zielen liegen lange Strecken, für die ein privater Fahrer am bequemsten ist. Zug und Taxi ergänzen ihn in und zwischen den Städten.

    • Privater Fahrer: Die Straße von Marrakesch nach Merzouga misst rund 550 bis 560 Kilometer, gute Routen verteilen sie auf zwei bis drei Tage. Touristische Beförderung ist genehmigungspflichtig; fragen Sie nach der Lizenz.
    • Zug: Der Al Boraq auf Afrikas erster Hochgeschwindigkeitsstrecke bringt Sie in gut zwei Stunden von Tanger nach Casablanca. Die Fahrpläne ändern sich mit Saison und Bauarbeiten; maßgeblich sind die Angaben der Staatsbahn ONCF.
    • Petit Taxi: Die Stadttaxis tragen je nach Stadt eigene Farben, rot in Casablanca, blau in Rabat, sandfarben in Marrakesch. Bestehen Sie auf dem Taxameter oder handeln Sie den Preis vor dem Einsteigen aus, und wundern Sie sich nicht, wenn unterwegs jemand zusteigt.
    • Ankunft: Der Flughafen Marrakesch-Menara liegt nur wenige Kilometer vom Zentrum entfernt, der Flughafen Mohammed V dagegen etwa 30 Kilometer außerhalb von Casablanca in Nouaceur. Wie Sie von dort weiterkommen, erklärt unser Bereich Flughafentransfer.

    Welche Regeln und Gepflogenheiten sollten Sie kennen?

    Zurückhaltende Kleidung, Rücksicht im Ramadan und Vorsicht bei selbsternannten Führern: Mit diesen drei Punkten bewegen Sie sich in fast jeder Lage souverän.

    • Kleidung: In Altstädten und auf dem Land tragen Sie am besten weite Kleidung, die Arme, Beine und Brust verhüllt. Für religiöse Stätten ist das ausdrücklich Pflicht.
    • Moscheen: Moscheen, die nicht ausdrücklich für Besucher geöffnet sind, betreten Nichtmuslime nicht. Prominenteste Ausnahme ist die Hassan-II.-Moschee in Casablanca, deren Inneres Sie außerhalb der Gebetszeiten im Rahmen einer Führung sehen.
    • Alkohol: Ausgeschenkt wird er nur in Häusern mit Lizenz. Wer in der Öffentlichkeit trinkt, macht sich strafbar und riskiert eine Festnahme.
    • Trinkgeld: Fahrer, Guides und Servicekräfte rechnen damit; wie viel Sie geben, bestimmen Sie selbst.
    • Guides: Falsche Führer sprechen Urlauber in den Medinas oft hartnäckig an. Lizenzierte Guides erkennen Sie am offiziellen Abzeichen und an der Erlaubnis der lokalen Behörden.
    • Drohnen: Ohne vorab erteilte Erlaubnis der Luftfahrtbehörde DGAC droht die Beschlagnahme.
    • Notfall: Die Polizei erreichen Sie unter 190. Vor der Abreise lohnt ein Blick in die Reisehinweise des Auswärtigen Amts.

    Planen Sie weiter

    Wenn die Grundlagen stehen, geht es an Route und Erlebnisse:

    Mehr Inspiration liefern unsere Bereiche Marokko-Rundreisen, Wüstentouren und Luxusreisen sowie die Startseite. Offene Fragen beantworten wir gern über die Kontaktseite.

    Häufige Fragen

    Brauchen Deutsche ein Visum für Marokko?

    Nein, solange Ihr Urlaub nicht länger als drei Monate dauert. Marokko befreit Bürger aller EU-Staaten von der Visumpflicht, also auch Deutsche. Für einen längeren Aufenthalt beantragen Sie vor Ort eine Verlängerung bei der Polizei. Wie lange Ihr Pass noch gültig sein muss, steht beim Auswärtigen Amt; schauen Sie dort kurz vor dem Abflug nach.

    Wie viel Trinkgeld ist in Marokko üblich?

    Trinkgeld für Fahrer, Guides, Träger und Servicepersonal gehört in Marokko dazu, feste Sätze gibt es aber nicht. Richten Sie sich nach Dauer und Qualität der Leistung und halten Sie kleine Scheine bereit. Bei mehrtägigen Touren können Sie Fahrer und Guide auch gesammelt zum Abschied bedenken, statt jeden Tag einzeln.

    Ist Marokko für Urlauber sicher?

    Eine verbindliche Einschätzung der Lage geben die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts, die Sie vor der Abreise lesen sollten. Im Reisealltag begegnen Urlaubern vor allem selbsternannte Führer, Einkaufsfallen und doppelt belastete Karten. Lizenzierte Guides, vorab gebuchte Transfers und ein wacher Blick bei jeder Kartenzahlung helfen dagegen.

    Was sollte man in Marokko anziehen?

    In Medinas und Dörfern passt lockere Kleidung, die Schultern, Arme und Knie bedeckt; an religiösen Orten ist das Pflicht. Am Hotelpool gelten lockerere Maßstäbe. Für die Wüste und die Atlaspässe gehört auch im Frühling und Herbst eine warme Schicht ins Gepäck, weil die Nächte dort empfindlich kalt werden.

    Welche Sprache spricht man in Marokko?

    Die Verfassung nennt zwei Amtssprachen, Arabisch und Amazigh, auch Tamazight genannt. Auf der Straße, im Taxi und auf dem Markt hören Sie vor allem Darija, die marokkanische Form des Arabischen. Französisch verstehen sehr viele Menschen, was es für Reisende besonders praktisch macht; im Norden hilft zusätzlich Spanisch. In touristischen Orten kommen Sie zunehmend auch mit Englisch zurecht.